Biographie

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Roman Reinhold Eichhorngeb. Рейнгольд Эрихович Эйхорн/Айххорн (1948 in der UdSSR) ist ein russischer und deutscher Grafiker, Maler, Kunsterzieher und Autor. Roman R. Eichhorn stammt aus einer ostpreußischen Bauernfamilie. Im 19. Jahrhundert wanderten seine Vorfahren nach Russland, Gebiet Wolhynien aus, wo auch seine Eltern geboren wurden. 1936 wurden sie nach Kasachstan/UdSSR umgesiedelt. Seit 1991 lebt Eichhorn mit Familie in Deutschland.

Ausbildung

Roman R. Eichhorn absolvierte sein Kunststudium an der Surikow-Kunsthochschule (1971–1977) in Moskau. Anschließend arbeitete er drei Jahre als Meisterschüler bei den Professoren Jewgenij A. Kibrik und Orest G. Werejskij an der Staatlichen Kunstakademie Moskau.

Künstlerische Tätigkeit

Bei seiner Ausbildung konzentrierte Roman R. Eichhorn sich ganz auf die Grafik; seine frühen Radierungen zeigen einerseits seine Fähigkeit, die Wirklichkeit exakt wiederzugeben, anderseits sein Bedürfnis die Hintergründe dieser Wirklichkeit zu erfragen. Dieses Bedürfnis hat den Künstler immer mehr zur Malerei geführt.

1995 bezog der Künstler ein Atelier in seiner Wahlheimat Wiesbaden. Von Beginn an wurde er in seiner künstlerischen Tätigkeit von Christa Moering, Wiesbadener Künstlerin und Galeristin unterstützt.

Für den Verlag „Freies Geistesleben“ illustrierte Eichhorn die Bücher „Der Prinz von Annum“ (1995) von Claire French-Wieser und „Im Reich des Großmoguls“ (1999) von Gertraude Wilhelm.

Im Jahr 2003 weitete Eichhorn seine Arbeit auf ein weiteres Atelier im Kunsthaus Wiesbaden aus, (Atelierstipendium der Stadt Wiesbaden) dessen Räumlichkeiten ihm nun auch großformatige Bilder ermöglichten.

Das Kunsthaus Wiesbaden hat 2018 eine umfassende Ausstellung „IMAGINÄR – воображаемое» seiner fantasievollen Werke aus fünf Jahrzehnten, in denen Familie, Tradition, Sehnsucht und Erinnerung genauso ihren Ausdruck finden wie die alte und neue Heimat gezeigt. Die oftmals mystisch anmutende Figuren, Landschaften und Architekturen, denen der Betrachter in Eichhorns Werken begegnet, erzählte oft mit leisem Witz berührende Geschichten und laden ein zu Entdeckungsreisen durch imaginäre Bildwelten.

 Als Mäzene und Käufer seiner Arbeiten reihen sich neben das Kulturministerium Russland und öffentliche Kunstsammlungen der UdSSR auch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Artothek Wiesbaden, die WWK Lebensversicherung A. G. München sowie Privatpersonen ein.

Private Kunstschule 

Seit 1997 baute der Künstler eine eigene private Kunstschule auf, in der er Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Grundlagen der Bildenden Kunst näher bringt. Regelmäßige Ausstellungen der Schülerinnen und Schüler im Atelier und in verschiedenen Ausstellungsräumen der Stadt begleiten den Unterricht. Im Zuge dieser Herausforderung schreibt Eichhorn seit 2004 für die Moskauer Zeitschrift „Художественная школа“ ("Kunstschule") und „Art Council“ ("Художественный совет") über seine pädagogischen Erfahrungen und Ansichten über die Kunst.

Mitgliedschaften

Roman R. Eichhorn ist Mitglied der Künstlergruppe 50 Wiesbaden, Kunstarche Wiesbaden e.V. und Künstllergruppe "Alelier Eichhorn". 

Literatur

  • Roman R. Eichhorn: „Imagination als Öffnung“ Pro Business Verlag (Book on Demand), Berlin, 2018, ISBN 978-3-86460-851-3. Das Projekt wurde gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.
  • Nina Paulsen: „Das Reale mischt sich unter das Irreale“. In: Zeitschrift „Volk aus dem Weg“. Nr. 3/2018
  • Lexikon. „Russlanddeutsche Künstler im Wandel der Zeit“. Hrsg. Flick Е., Verein zur Integration der russlanddeutschen Wissenschaftler und Akademiker IRWA e.V. Köln, 2016, S. 50
  • Roman R. Eichhorn: "Wo lebt die Sonne, wenn es regnet?", Das darstellende Schaffen von Kindern – Die Schule der kindlichen Kreativität, Pro Business Verlag (Book on Demand), Berlin, 2015, ISBN 978-3-86386-925-0 und ISBN 978-3-86460-252-8. Das Projekt wurde gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.
  • Astafjew, Oleg: „Familienchroniken“. In: Zeitschrift, Kunstschule (Художественная школа), 2 (53), Moskau, 2013, S. 31-33

(Wikipedia)